Viele der Tierarten, die einst die weiten Savannen Afrikas durchzogen, wurden im Südlichen Afrika mit zunehmender Besiedlung des Landes zahlenmäßig stark dezimiert und waren vom Aussterben bedroht. Das führte gegen Ende des vorigen Jahrhunderts zur Gründung der ersten Schutzgebiete (Imfolozi, Hluhluwe und St. Lucia), die zunächst der Erhaltung des Breitmaulnashorns (White Rhino) dienten. Inzwischen hat sich der Bestand soweit regeneriert, dass Tiere in andere Parks umgesiedelt werden können. Der 20.000 Quadratkilometer große Krüger-Nationalpark wurde 1898 als Schutzgebiet für afrikanisches Großwild gegründet und gilt heutzutage als weltberühmtes Tierparadies.
Die Naturschutzbehörden in Südafrika verwalten die Wildreservate, in denen Fauna und Flora des Landes geschützt werden. Die Begegnung mit den Tieren in ihrer vertrauten Umgebung ist ein Höhepunkt für jeden Besucher Südafrikas. Das größte Interesse gilt natürlich den „Big Five“ – Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn, Büffel – aber auch Giraffen, Zebras, Warzenschweine, Paviane und die vielen Antilopenarten sind beliebte Fotomotive. Für Vogelfreunde ist das Südliche Afrika mit mehr als 800 Arten ein wahres Paradies. Die ideale Zeit zur Tierbeobachtung ist der Winter (Trockenmonate Juni - September) mit seinen Temperaturen um die 20ºC herum. In dieser Zeit hat man gute Chancen, die Tiere aus der Nähe zu beobachten, da sie sich durch die Trockenheit der Savanne, überwiegend an den Wasserlöchern aufhalten. Am besten ist es, sein Glück am frühen Morgen oder späten Nachmittag zu versuchen.
Bei aller Begeisterung sollte man nie vergessen, dass die Tiere hier „zu Hause“ sind und auf allen Straßen „Vorfahrt“ haben. Die strikte Einhaltung aller Vorschriften in den Parks ist unabdingbar. Die Fahrzeuge, an deren Anblick die Tiere gewöhnt sind, dürfen nur an den dafür vorgesehenen Stellen verlassen werden. Fahren Sie langsam, denn das menschliche Auge braucht Zeit, um etwas zu entdecken. Zur Wildbeobachtung sollten Sie ein Fernglas mitbringen.
Die meisten der Natur- oder Wildschutzgebiete bieten Unterkünfte in „Restcamps“ an. Diese sind einfach und zweckmäßig eingerichtet. In fast allen Camps gibt es ein Restaurant, einige haben kleine Shops, manche auch ein Schwimmbad. In einigen der staatlichen Nationalparks werden geführte Safaris in offenen Geländewagen und Fuß-Safaris angeboten.
In den vergangenen Jahren entstanden, zunächst am Rande des Krüger-Nationalparks, dann in anderen Gebieten des Landes und nun auch innerhalb des Krüger-Nationalparks, private Wildschutzgebiete – „Private Game Reserves – Private Concessions“. Sie bieten mitten im Busch luxuriöse Unterkünfte in Lodges oder Camps. Erfahrene und bestens ausgebildete Wildhüter und Spurenleser begleiten Sie auf Pirschfahrten in offenen Geländewagen. Auch geführte Wanderungen durch den Busch sind sehr beliebt. Auf Safaris nach Einbruch der Dunkelheit erleben Sie die nachtaktiven Tiere im Lichtkegel der Schweinwerfer.
Bitte beachten Sie, dass die Öffnungszeiten der Eingangstore (Gates) und Camps strikt eingehalten werden müssen; die Parktore öffnen und schließen in der Regel mit Sonnenauf- bzw. -untergang. Achten Sie deshalb bei der Planung Ihrer Tagesetappen auf Entfernung und Geschwindigkeitsbegrenzung.
Nationalparks im Südlichen Afrika
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Wichtiger Hinweis:
In einigen Game Lodges muss der Gast bei Ankunft ein Formular (Form of Indemnity) unterschreiben, das die Lodge in einem Schadensfall von jeglicher Haftung befreit.